Neues vom Klima

Links zum Klimawandel


-> Geleugneter Handlungsbedarf

-> Die NASA als Klimawarner

-> Politik

-> Klimawandel und Erdgeschichte




Geleugneter Handlungsbedarf

Die außerordentlich unverbindlich formulierten  Klima-Reporte des IPCC  (1990, 1995, 2001, 2007 und 2013/14) werden in der Schweiz veröffentlicht.

Die Leugner einer Klimaänderung hätten natürlich recht, wenn sie behaupten würden, dass sich die physikalischen Grundlagen des Klimas durch den Menschen kaum verändern lassen: zu denselben gehört etwa, dass heiße Luft nach oben steigt und einen Sog erzeugt.

Dass die Zusammensetzung der Atmosphäre, auch ihr Wassergehalt, als physikalische Grundlage des Klimas wirkt, können sie aber kaum in Zweifel ziehen - und gerade um die Veränderung dieser Zusammensetzung geht es. Vom Menschen erzeugte Aerosole führen beispielsweise dazu, dass Wolken ihre Wasserlast nicht abregnen können wie in alten Zeiten, sondern sehr lange mit sich herumtragen müssen.

Trotzdem sind vielerorts  Überschwemmungen  häufiger geworden - so auch die  am Unteren Mittelrhein .


Von den meisten Menschen wird der Klimawandel in ihrem Umfeld als nicht bedrohlich wahrgenommen. In den arktischen und alpinen Gebieten ist die Erwärmung jedoch viel größer als in Gebieten mit mildem Klima.
Der enorme Rückgang der Alpengletscher wurde von der  Ges. für ökologische Forschung e.V.  durch beeindruckende  Fotovergleiche  dokumentiert.


Laut  berkeleyearth.org  haben sich die  urbanen Temperaturen seit 1960  auf der Nordhalbkugel um annähernd 3° C erhöht (in Peking um 2,5°, in Berlin um 2,75°, in Toronto um 3° und in Moskau um 3,5° C). Das war der Stand in Berkeley Anfang 2014.
Aber auch in nördlichen Ländern ohne starke urbane Verdichtung sind die Temperaturen nach dieser Quelle oft um mehr als 3° C gestiegen (in Afghanistan um 3,3° C, im Iran um 3,5° C, in den baltischen Ländern und Finnland um 3° C, in Norwegen um > 3° C und in Grönland und Kanada um > 3,5° C).

Diese möglicherweise korrekt veröffentlichten Klimadaten nahm berkeleyearth.org zum Anlass, 'Fracking von Shale Gas' als umweltfreundliche Energiequelle ("clean energy") zu propagieren - vorgeblich, weil dieses Schiefergas ein geringeres Gesundheitsrisiko erzeuge als sie bei der Verbrennung von Kohle entstehe.
Eine solch ungewöhnliche Sorge um die Gesundheit des Mitmenschen ist neu, scheint aber in den USA zur Zeit mainstream zu sein. - Denn Fracking ist gegenwärtig die einzig lohnende Investitionsmöglichkeit für Besserverdienende und Wissenschaftler, die unlängst aufgrund der Hypotheken- und Banken-Krise einige finanzielle Einbußen erleben mussten. Und Spekulationen am Kapitalmarkt dienen nicht etwa dazu, an Geld, sondern an viel mehr Geld als andere zu kommen!
Man wird mir daher beipflichten, dass obige Webseite sich besser berkeleyfrackingearth.org nennen sollte.


Ein Phänomen, das Vieles am nordamerikanischen Klimaverständnis erklärt, sind die immer noch außergewöhnlich harten dortigen Winter; in diesem Jahr sind die  Großen Seen wieder fast zugefroren .

Bei der allgemeinen oberflächlichen Berichterstattung könnte man folglich meinen, eine Klimaerwärmung habe keinerlei negativen Effekt. Einwände dagegen werden von  skepticalscience.com  vorgebracht. Und hier die  deutsche Version !


Die Auswirkungen der Energie-Politik 'made in USA' haben ihre Verursacher bereits eingeholt: die  Dürre des letzten Jahrzehntes  in den USA dürfte zur Dauererscheinung werden. Manche Agrarindustrielle werden trotzdem gut daran verdienen.

Hier folgt eine journalistische Recherche zur Auswirkung von Dürren und speziell der  Dürre von 2009  auf die  globale Nahrungsproduktion .




Die NASA als Klimawarner

 Die NASA bemüht sich  als Regierungsbehörde darum, die Öffentlichkeit zu informieren, dass es eine Klimaänderung gibt - aber was hilft's, wenn die meisten Politiker davon nichts verstehen wollen ...

Es gibt sogar ein Forschungsinstitut der NASA, das sich nahezu ausschließlich mit dem Klimawandel befasst, das "Goddard Institute for Space Studies (GISS)" an der Columbia University in New York.
Besonders wichtig ist, dass das Wissen zum Klimawandel beim Goddard Institut mit einer gewaltigen Menge frei zugänglicher Informationen dokumentiert wird: als  "Science Briefs"  oder mit  Angaben zu den Original-Artikeln .

Vor einiger Zeit wurde hier ein politisch eminent wichtiger Untersuchungsansatz dargestellt - die  Gewichtung des Einflusses der verschiedenen volkswirtschaftlichen Sektoren  auf das Klima:
Hierbei  spielt der Straßenverkehr eine bestimmende Rolle , die Landwirtschaft entgegen anderslautenden Behauptungen aber nicht!


Allgemeinverständlich aufgearbeitete Fakten über die globalen Folgen des Klimawandels werden vom  "earthobservatory" der NASA  vermittelt.


Obgleich die USA in ihrer offiziellen Politik Klimarisiken einfach leugnet, unterhält sie mit dem  "National Center of Environmental Information (NCEI)"  eine weitere Einrichtung, welche ziemlich genau über die allenthalben auftretenden Anomalien informiert - statt 'National Overview' sollte man in der Suchmaske 'Global Analysis' wählen.


Eine noch zeitnähere Inormationsseite zum täglichen Klimawandel wird vom  'Climate Change Institute'  der 'University of Maine' erstellt.
Dank für diesen Link an die einzige informative deutsche  Nachrichten-Plattform 'Telepolis' .



Politik

Die Klimaveränderung scheint inzwischen immerhin wichtig genug genommen zu werden, dass  Schüler/innen im Unterricht  besser informiert werden als die übrigen Teile der Gesellschaft.


Die  Emmissionsquellen nach einzelnen Ländern  kann man bei www.carbonbrief.org nachlesen.
Und hier wird auch ein  Blick von außen auf die deutsche Energiepolitik  geworfen. Die Zeitleiste oben im Bild muss man mit der Maus verschieben; dabei fällt auf, dass in den 90ern auf diesem Gebiet wirklich nicht viel geschah, ebensowenig im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausend, bis Fukushima die deutsche Politik aus der Paralyse aufschreckte.

Dass  Autoverkehr, Energieverschwendung und übermäßige CO2-Emission  ungefähr gleichbedeutend sind, wird von der Politik einzig und allein deshalb verschleiert, weil der Autoverkehr auch die wichtigste Quelle von Steuereinnahmen ist. - In den Nachrichten wird gemeldet, dass Autos und Autoteile das wichtigste Exportprodukt Deutschlands bleiben. Mit den erzielten jährlichen Erlösen (190 Milliarden Euro in 2012) könnte man die in vielen Jahren angesammelte Staatsverschuldung in kürzester Zeit abgleichen.


Seit Kopenhagen ist der Öffentlichkeit bekannt, dass es zum Klimawandel eine  unendliche Liste ergebnisloser Konferenzen  der UNFCCC gegeben hat - sehr häufig auch in Bonn. Die Ergebnisse von Paris Ende 2015 wirkten da wie eine Überraschung.
Eine internationale Vereinbarung zum Schutz des Klimas wird nicht ausschließlich durch die USA blockiert, sondern auch von machen  Schwellen- und Entwicklungsländern  und den Rohstoff-reichen Ländern.



Klimawandel und Erdgeschichte

Politik und Wirtschaft steuern direkt auf ein Klima wie in der Kreidezeit hin; das ist auch Geologen bekannt.

Den Vergleich mit heute kann man anhand einer Grafik anstellen, die sich auf meiner privaten Webseite zu  Rückkoppelungen in der Erdgeschichte  (zwischen Geologie, Kohlenstoff und Klima) befindet.


Die in geologischen Zeiträumen  einzigartige Geschwindigkeit des menschengemachten Klimawandels  wird in einem Artikel aus den USA, den man als PDF-Datei mit den entsprechenden Grafiken downloaden sollte, beziffert.


Um eine vergleichbare, starke Klimaschwankung soll es sich auch beim  'Paleocene Eocene Thermal Maximum'  gehandelt haben.


Jüngere erdgeschichtliche Zeiträume betrifft das  ELSA-Projekt der Uni Mainz , das Bohrkerne aus den Eifelmaaren analysiert.