Um Ihnen ein bisschen beim Finden zu helfen, folgt hier zunächst einmal die Möglichkeit, auch von dieser Stelle aus das Web zu durchstöbern.
Das Internet hängt in hohem Maße von dem Angebot mächtiger Suchmaschinen ab. Wir alle, die wir uns kein solches Gerät leisten können, brauchen den Informationsfluss, der zwischen Web-Teilnehmern und Suchmaschinen stattfindet. Nur schade, dass wir für Informationen, die wir den Suchmaschinen oder mehr noch - den Webportalen - liefern, auch noch viel Geld zahlen sollen.
Die folgenden drei Sites bieten Informationen zu zahlreichen Suchmaschinen, Meta-Suchmaschinen und Web-Portalen. Mir erscheinen die Themen und Ziele vieler dieser Institutionen doch sehr seltsam.
www.suchlexikon.de (umfangreicher Katalog an thematischen deutschsprachigen, aber auch an internationalen Suchmaschinen)
Viele Portale tarnen sich und geben nur die Daten einer großen Suchmaschine einfach weiter. Auch die Daten aus dem kostenlosen Web-Verzeichnis des "Open directory project" wurden häufig verwendet, weil andere Daten zu solchen Summen gehandelt werden, wie sie sonst nur für Politiker und Microsoft-Software gerne gezahlt werden.
Das "Open directory project" sieht sich also als einen freien Datenpool und als Alternative zu kommerziellen Portalen, die die Verbreitung von Informationen nur gegen Bezahlung zulassen wollen. Mit dem deutschsprachigen Open Directory arbeitet webverzeichnis.de und kommt dabei zu einigermaßen passablen Ergebnissen.
Metasuchmaschinen
greifen auf eine oder mehrere
Suchmaschinen zurück. Die Ixquick
Metasuche
gefällt mir deshalb, weil sie diese Quellen
sichtbar macht.
Außerdem soll sie das Surf-Verhalten ihrer Nutzer n
i c h t speichern und zur Ausspionierung verwenden, wie es
andere Suchmaschinen tun ... Dabei filtert diese Meta-Maschine die Ergebnisse sehr stark aus. Ich finde,
dass dies manchmal auch eine
Erleichterung sein kann.
Nur deutsche Suchmaschinen findet man auf der Suchmaske der
Metasuchmaschine MetaGer
von der Universität Hannover, die auch einige
wissenschaftliche
Suchmaschinen integriert. Wenn man sich die dort aufgeführten
Portale aber genauer ansieht, muss man feststellen, dass die
meisten relativ wenig Informationen bieten.
MetaGer führt aber häufig Aktualisierungen der integrierten Suchportale durch, so dass hier ein stetiger Wandel festzustellen ist.
Die Frage ist, ob es überhaupt zuverlässige Suchmaschinen neben dem Riesen Google gibt. Google soll immerhin rund neun Zehntel aller Suchanfragen bearbeiten !
Hier ist fastbot>> ein lobenswertes Beispiel - offenbar eine eigenständige Suchmaschine aus Deutschland!
Unter den kleineren englischsprachigen Suchmaschinen bringt Gigablast mit dem Spider Gigabot sehr gute Ergebnisse und erkennt sogar deutsche Websites und deutsche Umlaute.
Eine Suchmaschine, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte, ist Ask Jeeves - Ask.com . Aber seitdem der Butler nicht mehr da ist, geht es auch mit dem übrigen Suchkonzept von Ask.com bergab.
Auch Yahoo hat seine unerträgliche, grelle Startseite abgespeckt, so dass man endlich die Suchfunktion findet.
Das eigentliche Problem der Suchportale ist, dass sie sich nicht auf die nachgefragten Themen und Ordnungskategorien konzentrieren, obwohl sie das bestimmt könnten, sondern im Gegenteil so viel Blödsinn, Schleichwerbung und überhaupt so viele Sites wie möglich integrieren - und seien sie auch so nebensächlich wie ebay !
Eine Abhilfe wären vielleicht Suchmaschinen für wissenschaftliche Inhalte (- nur, wenn man denn noch den Glauben besitzt, dass wissenschaftliche Inhalte themenorientiert und informativ sind -):
Eine Suchmaschine, die vielleicht sogar Google und Google Scholar schlägt, ist "scirus - for scientific information only" . Beide verdanken ihre Suchergebnisse der Beschränkung auf Fachliteratur im Web.
Einen ähnlichen Service für internationale Fachveröffentlichungen liefert "BASE", die "Bielefeld Academic Search Engine" .
Eine thematisch beschränkte Suchmaschine für die Umweltinformationen der staatlichen Institutionen in Deutschland ist "PortalU" ; vielleicht hilft sie auch, den Behörden selbst endlich den erforderlichen Überblick über die reale Situation der Umwelt zu verschaffen.
Weitere thematisch oder wissenschaftlich orientierte Suchmaschinen finden Sie unter "Online-Texte" .
Theoretisch kann man das Web auch ganz ohne Suchmaschine nutzen, indem man internen Traffic innerhalb von Interessengruppen oder Branchen aufbaut. Dies ist besonders für Internet-Nutzer von Interesse, die sich nicht unbedingt für das Massenangebot interessieren, das massenhaft die Suchergebnisse überschwemmt.
Für Web-Autoren, die ohne die finanzielle Ausstattung eines Großkonzerns Zielgruppen erreichen wollen, ist eine Verlinkung ihrer Webseiten besonders wichtig. - Ich fordere daher meine Schicksalsgenossen im Netz ausdrücklich auf, mir passende Links ihrer Wahl mit eigenem Text zur Veröffentlichung auf den folgenden Seiten mitzuteilen!
Das A und O thematischer Linklisten ist natürlich die redaktionelle Betreuung. Ich möchte auch einen Beitrag zur Verbesserung Ihrer Suchergebnisse leisten, wenn ich mit der Zeit Linklisten zu den Themen Umwelt, Vegetation und Pflanzenbau zusammenstelle!
Aus irgendeinem Grunde ist es leichter (jedenfalls unter ökonomischen Gesichtspunkten), seine Website bei einer Suchmaschine einzutragen als in einem Webverzeichnis in der entsprechenden Kategorie. Genau das soll zwar (auch ohne monatliche Abbuchungen von der Sterbekasse) durch das "Open Directory Project" ermöglicht werden, doch ist es wegen zahlreicher Einschränkungen und der ehrenamtlichen Betreuung fast unmöglich, dort seine Site an den Mann oder die Frau zu bringen. Außerdem ist das "Open Directory Project" oft gar nicht zu erreichen !
Einst konnte man davon ausgehen, dass man über des Open Directory Zugang zu dem größten Teil des Internet-Gedächtnisses erlangt.
Das Durchstöbern beispielsweise des
Wissenschafts-Kataloges mit der
integrierten Suchfunktion sollte
eigentlich zu den allerbesten Ergebnissen führen, weil die Inhalte und das Wissen des Web in Sach-Kategorien
systematisch angeordnet sind.
Doch
arbeitet die integrierte Suchmaschine meiner
Erfahrung nach nicht zufriedenstellend. Fremde Suchportale finden
sich im
Verzeichnis offenbar besser zurecht ...
Ich schrieb hier, dass selbst die Google-Maschine, deren
Web-Verzeichnis
( Google Directory )
mit dem "Open Directory" ursprünglich identisch war, in
demselben Verzeichnis nur unzureichende Ergebnisse erbrachte. Google
legte Wert darauf, bessere Suchfunktionen zu besitzen als die leicht
verständlichen Ordnungskategorien eines Themenkataloges.
Im Laufe des Jahres 2007 ist aber das Google Directory nun
doch deutlich umfangreicher geworden als das "Open Directory";
hoffentlich führt das nun auch zu besseren Suchergebnissen.
Da sich die Webportale der New Economy nur für Geld erinnern, könnte es passieren, dass zahlungsunwillige Webseiten sehr schnell wieder im Orkus verschwinden. Daher ist es bedauerlich, dass es keine öffentlich-rechtlichen Einrichtungen wie das Open Directory gibt. Diese würden den Informationsfluss sicherer und ohne Selbstausbeutung und Diskriminierung gewährleisten.
Gut sortierte Webverzeichnisse böten die Möglichkeit, dass Surfer eine eigene Auswahl treffen könnten, ohne auf die Bärendienste von Suchmaschinen angewiesen zu sein. Insbesondere thematische Webverzeichnisse (Spezialkataloge) wären hierfür geeignet.
Ein neueres deutschsprachiges Webverzeichnis, das meine Vorstellungen von thematisch gefilterter Information erfüllt, ist "Wissen-Schaft.info" .
Neuerdings hat auch die "Deutsche Internetbibliothek" als Webverzeichnis wieder einen Qualitätsschub erhalten.
Ein interessantes Webverzeichnis mit ständig wechselnden Tipps bietet Yahoo! USA .
Ein Webverzeichnis, das sich nicht auf einen bestimmten Themenbereich beschränkt, sich aber trotzdem der Qualität der Suchergebnisse mit wissenschaftlichem Anspruch verschrieben hat, ist das LLEK-Bookmarkverzeichnis . Auch hier erfordert die Suche einige Zeit und man stößt immer wieder auf neue erstaunliche Entdeckungen.
Es ist zwar wichtig, dass die Betreiber von Websites gewisse lexikalische Ordnungskategorien berücksichtigen - die Titel und Namen ihrer Sites und der auf sie verweisenden Links müssen auf ihren Inhalt hinweisen, sonst werden diese Sites nicht gefunden.
Ich weiß aber nicht, ob die Keywords, die man seiner Website mit auf den Weg geben kann, wirklich von den Suchmaschinen berücksichtigt werden.
In der Realität gibt es zu einem Stichwort viel zu viele Sites, deren Inhalt - so er denn vorhanden ist - kaum zu dieser Anfrage in Beziehung steht.
Gerade Menschen, die den erforderlichen Notendurchschnitt von ungefähr 1,2 nicht erreichen, sind auf lexikalisches Wissen angewiesen.
In Sachen Relevanz und Gründlichkeit können auch sehr alte Lexika den zeitgenössischen Webautoren ein Vorbild sein.
Das scheint auch Anderen bewusst zu sein, die sehr viel
Arbeit darauf verwendet haben, solche Lexika ins Internet zu stellen -
monumentale, vielbändige Werke:
- von der Uni Trier wurde ein relativ unbekanntes Lexikon, die
Oekonomische Encyklopädie von J. G. Krünitz
in 242 Bänden, erschienen 1773 bis 1858, ins Netz
gehängt ..
- andere von der Lexikomanie Ergriffene stellen h i e r
mehrere alte Folianten ins Web, insbesondere die 4.
Auflage von Meyers Konversations-Lexikon , Leipzig
und Wien, 1885-1892.
Als solide
Grundlage wäre auch die Encyclopedia
Britannica
gar nicht zu verachten. Diese hier frei zugängliche Ausgabe
aus dem Jahre 1911 hat zwar bei
weitem nicht die Tiefe der aktuellen Bände.
Doch ist diese Ausgabe von besonderem Interesse, weil sie schon weitgehend das Grundwissen des modernen wissenschaftlichen Weltbildes wiedergibt.
Und dann gibt es ja noch die nicht nur für Leser
sondern auch für Autoren frei zugängliche
Wikipedia . Sie mag als
Nachweis dafür gelten, dass es auch im Internet Intelligenz
gibt.
Dieses nicht kommerzielle Projekt verwirklicht in
beispielhafter Weise
- die Konzentration von Information auf Einzelthemen und
- die Integration dieser Information in eine global zugängliche Hypertext-Struktur.
Wikipedia erfüllt damit einen Menschheitstraum.
Eine weitere, für Autoren offene Online-Enzyklopädie ist die "Encyclopedia of the Earth" , die ebenfalls schon recht umfangreich ist.
Wenn auch das Lesen am Bildschirm recht gewöhnungsbedürftig ist, begrüße ich die Bestrebungen der Bibliotheken und Universitäten, literarische und wissensorientierte Texte vollständig und frei zugänglich im WWW zu veröffentlichen.
Manchmal sind es wirkliche Altertümer und Raritäten, die man hier unverhofft zu Gesicht bekommt.
Eine solche, teilweise sehr schöne Kollektion an Büchern, Zeitschriften und Bildern bietet die Cornell University in Ithaca, NY. Allerdings ist es etwas kompliziert, von der angegebenen Übersicht zu den Websites mit Publikationen zu gelangen ...
Ein Teil der zeitgenössischen wissenschaftlichen Buchveröffentlichungen der "University of California" wurde für die Öffentlichkeit frei zugänglich digitalisiert ("eScholarship Editions").
Eine enorme logistische Leistung bildet der Hyper-Katalog mit dem bescheidenen Namen "The Online Books Page" . Von hier aus werden die umfangreichen und meist frei zugänglichen Bestände der us-amerikanischen e-text-Archive zugänglich. Es gibt auch eine Linkliste zu den internationalen Online-Bibliotheken.
e-books findet man nicht nur beim "Project Gutenberg" englisch oder deutsch :
Eine überdimensionale Stöber-Kiste ist FullBooks.com . Neben vielen Raritäten sind auch die Abenteuergeschichten der vorigen Jahrhunderte gut vertreten.
Wer sich mit Legendenstoffen entspannen will, findet in einem umfangreichen Bibliotheks-Katalog aus Südindien eine interessante Sammlung .
Nicht nur sehr viele Online-Texte, sondern auch sehr viel ü b e r Literatur findet man im "Literature Network" .
Eine klassische deutschsprachige Bibliothek bietet Zeno.org , und wer den deutschen Dichter und Denker sucht, wird vielleicht hier fündig.
Auf naturgeschichtliche Themen hat sich Kurt Stueber aus Köln spezialisiert. Hier wurden alte deutschsprachige Fachbücher eingescannt, vor allem zahlreiche botanische Werke mit Abbildungen, aber auch die Grundlagen-Werke der modernen Naturwissenschaft (Haeckel und Wegener, Darwin in deutscher Übersetzung).
Zeitschriften und akademische Texte:
Die regelmäßige Lektüre von wissenschaftlichen und Fachzeitschriften soll unser Wissen als Fachkapazität auf dem aktuellen Stand halten. Die endlose Diskussion einzelner Probleme lässt den Leser aber oft den größeren Zusammenhang vermissen.
Da bietet die Möglichkeit einer gezielten Volltextsuche im Internet weit interessantere Perspektiven.
Zugang zu den meisten wissenschaftlichen Zeitschriften erhält man mit der "Elektronischen Zeitschriftenbibliothek" der Universität Regensburg, die von vielen deutschen Bibliotheken übernommen wird.
Ausschließlich auf frei zugängliche e-Journale beschränkt sich eine äußerst praktische Meta-Suchmaschine aus Schweden .
Oft sehr interessante Artikel, eine übersichtliche Quellenlage, die Weiterleitung an verwandte Texte und das völlig problemlose Abspeichern der Artikel machen thefreelibrary.com zu einer Empfehlung ersten Ranges.
Eine umfangreiche Aufstellung von online zugänglichen Fachzeitschriften findet man auch bei findarticles.com .
Eine thematische Aufstellung frei zugänglicher Online-Journale , die sich überwiegend mit den Ressourcen, von denen auch der Mensch abhängt, befassen, bietet die "Indiana University".
Eine wichtige Adresse für e-books, die das Allgemeinwohl betreffen, ist die United Nations University Press .
Ein vorbildliches Konzept der Wissensvermittlung bieten die Sammlungen akademischer Texte der Technischen Universität München und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich .
In Stuttgart hat man "OPUS", eine Metasuche in Hochschultexten zahlreicher deutscher Universitäten , eingerichtet.
Auch "OASE - Open access to scientific literature" von der Uni Karlsruhe ist nicht zu verachten.
Copyright © St. Th. Hahn, 9.6.2008; aktualisiert am 10.10.2009.
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