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Lexikalisches Wissen

e-books und Online-Texte







Lexikalisches Wissen

Es ist wichtig, dass die Betreiber von Websites gewisse lexikalische Ordnungskategorien berücksichtigen - die Titel und Namen ihrer Sites müssen auf ihren Inhalt hinweisen, sonst werden diese Sites nicht gefunden.

Ich weiß aber nicht, ob die Keywords, die man seiner Webseite mit auf den Weg geben kann, wirklich von den Suchmaschinen berücksichtigt werden. In der Realität gibt es zu einem Stichwort viel zu viele Suchergebnisse, deren Inhalt - so er denn vorhanden ist - kaum zu dieser Anfrage in Beziehung steht.

Webseiten und Suchfunktionen (und damit das Internet) sind informativ, solange sie mit menschlichen Begriffskategorien und Sinngehalten arbeiten. Dann erfüllt das Internet tatsächlich ähnliche Funktionen wie ein Lexikon. 

Gerade Menschen, die den erforderlichen Notendurchschnitt von ungefähr 1,2 nicht erreichen, sind auf lexikalisches Wissen angewiesen.


Den zeitgenössischen Webautoren können in Hinsicht auf Relevanz und Gründlichkeit auch sehr alte Lexika ein Vorbild sein. Das scheint auch Anderen bewusst zu sein, die sehr viel Arbeit darauf verwendet haben, solche Lexika ins Internet zu stellen - monumentale, vielbändige Werke:
- von der Uni Trier wurde ein relativ unbekanntes Lexikon, die   Oekonomische Encyklopädie von J. G. Krünitz   in 242 Bänden, erschienen 1773 bis 1858, ins Netz gehängt ..
- andere von der Lexikomanie Ergriffene stellen    h i e r    mehrere alte Folianten ins Web, insbesondere die  4. Auflage von Meyers Konversations-Lexikon , Leipzig und Wien, 1885-1892.
- vielleicht noch interessanter sind die von  zeno.org  digitalisierten Lexika, denn sie haben ein professionelles Lektorat erhalten. Besonders hervorzuheben ist hier auch  Lueger's "Lexikon der gesamten Technik von 1904" .

Als solide Grundlage wäre auch die 'Encyclopaedia Britannica' gar nicht zu verachten. Die Ausgabe aus dem Jahre 1911 hat zwar bei weitem nicht die Tiefe der aktuellen Bände und DVDs. Doch ist diese Ausgabe von besonderem Interesse, weil sie schon weitgehend das Grundwissen des modernen wissenschaftlichen Weltbildes wiedergibt.
Leider ließ das Lektorat der Online-Ausgabe zu wünschen übrig, daher ist es sehr zu begrüßen, dass die Britannica 1911 nun von  WIKIsource  gepflegt wird.

Und dann gibt es ja noch die nicht nur für Leser, sondern auch für Autoren frei zugängliche   Wikipedia . Sie mag als Nachweis dafür gelten, dass es auch im Internet Intelligenz gibt.
Dieses nicht kommerzielle Projekt verwirklicht in beispielhafter Weise
- die Konzentration von Information auf Einzelthemen und
- die Integration dieser Information in eine global zugängliche Hypertext-Struktur.
Wikipedia erfüllt damit einen Menschheitstraum.





e-books und Online-Texte

Wenn auch das Lesen am Bildschirm recht gewöhnungsbedürftig ist, begrüße ich die Bestrebungen der Bibliotheken und Universitäten, literarische und wissensorientierte Texte vollständig und frei zugänglich im  WWW  zu veröffentlichen.

Manchmal sind es wirkliche Altertümer und Raritäten, die man hier unverhofft zu Gesicht bekommt.

Eine solche, teilweise sehr schöne Kollektion an Büchern, Zeitschriften und Bildern bietet die  Cornell University  in Ithaca, NY, wenngleich mir der Zugang zu diesen Sammlungen immer wieder schwer fällt.

Ein Teil der zeitgenössischen wissenschaftlichen  Buchveröffentlichungen  der "University of California" wurde für die Öffentlichkeit frei zugänglich digitalisiert ("eScholarship Editions").

Eine enorme logistische Leistung bildet der  Hyper-Katalog  mit dem bescheidenen Namen "The Online Books Page" . Von hier aus werden die umfangreichen und meist frei zugänglichen Bestände der us-amerikanischen e-text-Archive zugänglich. Es gibt auch eine  Linkliste  zu internationalen Online-Bibliotheken.

e-books findet man nicht nur beim "Project Gutenberg"  englisch  oder  deutsch : Eine überdimensionale Stöber-Kiste ist auch  FullBooks.com . Neben vielen Raritäten sind auch die Abenteuergeschichten der vorigen Jahrhunderte gut vertreten.

Besonders angenehm ist die Handhabung von Online-Büchern bei  http://openlibrary.org/  - man kann sie regelrecht online durchblättern ...

Mit ähnlich elaborierten digitalen Techniken kann auch die  Sammlung "Gallica"  der "Bibliothèque nationale de France" glänzen. Offenbar sind die französischen Literaten des 19. Jh.s in großer Vollständigkeit digitalisiert. Man müsste nur besser französisch verstehen ...


Nicht nur sehr viele Online-Texte, sondern auch sehr viel  ü b e r  Literatur findet man im  "Literature Network" .

Eine klassische deutschsprachige Bibliothek bietet  Zeno.org  und hat für den schnellen Zugriff sogar einen  Lesesaal  eingerichtet.

Wer im Bereich Geisteswissenschaften recheriert, wird vielleicht  hier  fündig.

Auf naturgeschichtliche Themen hat sich Kurt Stueber aus Köln spezialisiert. Hier wurden alte deutschsprachige Fachbücher eingescannt, vor allem zahlreiche botanische Werke mit Abbildungen, aber auch die Grundlagen-Werke der modernen Naturwissenschaft (Haeckel und Wegener, Darwin in deutscher Übersetzung). Am besten, man ruft erst einmal die Sachgebiete auf ...



Zeitschriften und akademische Texte:

Die regelmäßige Lektüre von wissenschaftlichen und Fachzeitschriften soll unser Wissen als Fachkapazität auf dem aktuellen Stand halten. Die endlose Diskussion einzelner Probleme lässt den Leser aber oft den größeren Zusammenhang vermissen.
Da bietet die Möglichkeit einer gezielten Textrecherche im Internet weit interessantere Perspektiven.

Zugang zu den meisten wissenschaftlichen Zeitschriften erhält man mit der  "Elektronischen Zeitschriftenbibliothek"  der Universität Regensburg, die von vielen deutschen Bibliotheken übernommen wird.

Ausschließlich auf e-Journale als Open Source beschränkt sich eine äußerst praktische  Meta-Suchmaschine aus Schweden .

Oft sehr interessante Artikel, eine übersichtliche Quellenlage, die Weiterleitung an verwandte Texte und das völlig problemlose Abspeichern der Artikel machen  thefreelibrary.com  zu einer Empfehlung ersten Ranges.

Ziemlich leicht zu handhaben ist eine monumentale  französische Sammlung von Periodika  zu anthropologischen und sozialen Themen.
Dabei werden lobenswerterweise auch die  Umweltwissenschaften  berücksichtigt.


Wissenschafts-Artikel zu allen nur denkbaren Themen liefert  bentham.com .

Auch der  Universitätsverlag Göttingen  bietet die von ihm veröffentlichten Druckwerke zum freien Download an.


Ein vorbildliches Konzept der Wissensvermittlung bieten die Sammlungen akademischer Texte der  Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich .




Copyright © St. Th. Hahn, am 28.2.2012; zuletzt aktualisiert am 21.10.2016.
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